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Luftwaffenmuseum Gatow

Das größte Flugzeugmuseum in Deutschland

Geschichte und Technik stehen hier im Vordergrund. Nicht die Verherrlichung.

Kampfflugzeuge der Bundesrepublik / NATO

Lockheed F-104 G Starfighter
Lockheed F-104 Starfighter
F-104G Starfighter Zell
Hawker Siddeley Harrier
McDonnell Douglas RF-4E
F-4F Phantom II
Tornado Panavia PA-200
RF-84F Thunderflash
Dassault Mirage III
Lockheed T-33A “T-Bird“
Gloster Meteor NF-11
Dassault Super Mystere B.2
English Electric Lightning
Hawker Sea Hawk Mk.4
F-86 K Sabre
Hawker Hunter F.Mk.6
Fiat G.91 R3 Gina
Fiat G.91 T3
Fiat G-91 R4
Canadair CL-13 Sabre Mk.5
CANADAIR “SABRE” MK.6
CL-13B “SABRE” MK.6
CANADAIR CL-13B SABRE
F-84 F Thunderstreak
F-84F Thunderstreak
PA 200 Panavia Tornado
Alpha Jet, Dassault/Dornier
Fouga Magister C.M 170
Alpha Jet
MiG 29 G Fulcrum
Cessna T-37 B Tweet
F-104F Starfighter
TF-104 G Starfighter
Republic F-84Thunderstreak
EWR VJ 101 C-X2
Lockheed F-104 G Starfighter
Lockheed F-104 Starfighter
F-104G Starfighter Zell
Hawker Siddeley Harrier
McDonnell Douglas RF-4E
F-4F Phantom II
Tornado Panavia PA-200
RF-84F Thunderflash
Dassault Mirage III
Lockheed T-33A “T-Bird“
Gloster Meteor NF-11
Dassault Super Mystere B.2
English Electric Lightning
Hawker Sea Hawk Mk.4
F-86 K Sabre
Hawker Hunter F.Mk.6
Fiat G.91 R3 Gina
Fiat G.91 T3
Fiat G-91 R4
Canadair CL-13 Sabre Mk.5
CANADAIR “SABRE” MK.6
CL-13B “SABRE” MK.6
CANADAIR CL-13B SABRE
F-84 F Thunderstreak
F-84F Thunderstreak
PA 200 Panavia Tornado
Alpha Jet, Dassault/Dornier
Fouga Magister C.M 170
Alpha Jet
MiG 29 G Fulcrum
Cessna T-37 B Tweet
F-104F Starfighter
TF-104 G Starfighter
Republic F-84Thunderstreak
EWR VJ 101 C-X2

Flugzeuge der ehemaligen DDR und des Warschauer Paktes:

lnoffiziell prüfte die Luftwaffe bereits ab März 1990 wie Personal und Material der NVA künftig in die Luftwaffe integriert werden könnten. Die Entscheidung der DDR-Volkskammer für eine rasche Wiedervereinigung noch im Herbst 1990 machte deutlich, dass die NVA vor der Abwicklung stand. Etwa jeder zweite NVA-Soldat wurde entlassen oder kündigte. In einer Übergangsphase vom Herbst 1990 bis Frühjahr 1993 wurde überprüft, ob die für die Übernahme ausgewählten Soldaten die Grundsätze und Rechtsgrundlagen der Bundesrepublik vertraten. Gleichzeitig musste die Bundeswehr versuchen, eine »Armee der Einheit« mit neuen Aufgaben aufzubauen. Dazu wurde die 5. Luftwaffendivision gebildet, deren Auftrag die Übernahme, Umgliederung und Auflösung der NVA-Luftstreitkräfte war. 1994 wurde sie nach Berlin-Gatow verlegt und in 3. Luftwaffendivision umbenannt. Auf beiden Seiten gab es Vorbehalte, Ängste und Unsicherheiten, die es abzubauen galt. Dies gelang nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Suchoi SU-22 M-4
Suchoi SU-22 M-4
Suchoi SU-22 UM3K
Suchoi SU-17 / SU-20
Aero L-29 Delfín
Aero L-39 ZO Albatros
MiG-23 BN
MiG-23 UB
MiG-23 ML
MiG-23 MF
MiG-21 MF
MiG-21 M
MiG-15 BIS
MiG-17 F
MiG-21 F-13
MiG-21 UM
MiG-21 BIS
MiG-17 PF
MiG-15 UTI
Aero L-39 V Albatros
MiG-21 PFM
Ljulka AL-21 F3
Suchoi SU-22 M-4
Suchoi SU-22 M-4
Suchoi SU-22 UM3K
Suchoi SU-17 / SU-20
Aero L-29 Delfín
Aero L-39 ZO Albatros
MiG-23 BN
MiG-23 UB
MiG-23 ML
MiG-23 MF
MiG-21 MF
MiG-21 M
MiG-15 BIS
MiG-17 F
MiG-21 F-13
MiG-21 UM
MiG-21 BIS
MiG-17 PF
MiG-15 UTI
Aero L-39 V Albatros
MiG-21 PFM
Ljulka AL-21 F3

Transportflugzeuge und Technologieträger:

Bomber, U-Bootjäger, Radarflugzeuge, Verbindungsflugzeuge usw.

Nord Aviation Noratlas
Antonow AN-26
Breguet BR 1150 Atlantic
Rockwell OV-10 Bronco
English Electric Canberra
ILJUSCHIN IL-28
Fairey Gannet AS Mk.4
HFB 320M Hansa Jet ECM
Percival Pembroke C.Mk.54
Transall C-160 D
HFB 320 Hansa Jet
Let L-410 UVP Turbolet
Dornier Do 28 Skyservant
Dornier DO 27 A4
Piaggio P.149 D
Douglas C-47 Dakota
Vickers Varsity T1
Antonow AN-2
Antonow AN-14 Ptschjolka
Dornier Do 29
ILJUSCHIN IL-28
Flugzeugenteisung Habeng
Nord Aviation Noratlas
Antonow AN-26
Breguet BR 1150 Atlantic
Rockwell OV-10 Bronco
English Electric Canberra
ILJUSCHIN IL-28
Fairey Gannet AS Mk.4
HFB 320M Hansa Jet ECM
Percival Pembroke C.Mk.54
Transall C-160 D
HFB 320 Hansa Jet
Let L-410 UVP Turbolet
Dornier Do 28 Skyservant
Dornier DO 27 A4
Piaggio P.149 D
Douglas C-47 Dakota
Vickers Varsity T1
Antonow AN-2
Antonow AN-14 Ptschjolka
Dornier Do 29
ILJUSCHIN IL-28
Flugzeugenteisung Habeng

Hubschrauber:

Transporthubschrauber, Kampfhubschrauber, SAR-Hubschrauber usw.

Mil Mi-24 D
Bell UH-1D Iroquois
Bell UH-1D “HUEY”
Bristol 171 Sycamore HR.52
MBB BO 105M (VBH)
Piasecki / Vertol H-21
Mil Mi-4 A
Sikorsky H-34 G
Mil Mi-2
Mil Mi-8 T
Mil Mi-8 (SAR-Rettung)
Mil Mi-8 S (VIP-Version)
Aerospatiale Alouette II
Mil Mi-9
Mil Mi-24 P
Saunders Roe “Skeeter”
Mil Mi-24 D
Bell UH-1D Iroquois
Bell UH-1D “HUEY”
Bristol 171 Sycamore HR.52
MBB BO 105M (VBH)
Piasecki / Vertol H-21
Mil Mi-4 A
Sikorsky H-34 G
Mil Mi-2
Mil Mi-8 T
Mil Mi-8 (SAR-Rettung)
Mil Mi-8 S (VIP-Version)
Aerospatiale Alouette II
Mil Mi-9
Mil Mi-24 P
Saunders Roe “Skeeter”

Historische Flugzeuge:

Messerschmitt, Fokker, Junkers, Heinkel, Bücker usw.

Focke-Wulf Fw 190 A8
Messerschmitt Me 163
Heinkel He 111
Messerschmitt Bf 109 G-2
Fokker E-III
North American Harvard
Fokker D VII
Siemens-Schuckert D III
Junkers D.I (Junkers J 9)
Jakowlew Jak-11
Fokker Dr.I
DFS-230 A
Avro 504
Bücker 181 Bestmann
Fieseler Fi 156 C Storch
Halberstadt CL.IV
LUFTSCHIFF S.L. II
Zeppelin Staaken R.Vl
Piper L-18 C Super Cup
Cessna 172P Skyhawk ll
Rumpler Taube
Farman III
Schulgleiter SG 38
Bachem Ba 349 A Natter
Grunau Baby IIb
Pützer Elster
Zlin-43
DHC-1 Chipmunk T-10
Jakowlew Jak-18
Doppelraab IV
Messerschmitt Me 262 A1
Messerschmitt Bf 108
Focke-Wulf Fw 190 A8
Messerschmitt Me 163
Heinkel He 111
Messerschmitt Bf 109 G-2
Fokker E-III
North American Harvard
Fokker D VII
Siemens-Schuckert D III
Junkers D.I (Junkers J 9)
Jakowlew Jak-11
Fokker Dr.I
DFS-230 A
Avro 504
Bücker 181 Bestmann
Fieseler Fi 156 C Storch
Halberstadt CL.IV
LUFTSCHIFF S.L. II
Zeppelin Staaken R.Vl
Piper L-18 C Super Cup
Cessna 172P Skyhawk ll
Rumpler Taube
Farman III
Schulgleiter SG 38
Bachem Ba 349 A Natter
Grunau Baby IIb
Pützer Elster
Zlin-43
DHC-1 Chipmunk T-10
Jakowlew Jak-18
Doppelraab IV
Messerschmitt Me 262 A1
Messerschmitt Bf 108

Flugabwehr, Ortungsgeräte und Raketen des Luftwaffenmuseums:

Flugabwehr: Die Abwehr der Bedrohung aus der Luft

Der Traum vom Fliegen hat sich im 20. Jahrhundert für viele Menschen zum Albtraum entwickelt. Bereits im ersten Weltkrieg wurden zum ersten Mal Städte aus der Luft bombardiert. Im Zweiten Weltkrieg wurde der strategische Bombenkrieg von allen Seiten auch gegen die Zivilbevölkerung geführt. Seit 1945 sind Flugzeuge auch Atomwaffenträger.

Parallel mit der Entwicklung des militärischen Flugwesens entwickelte sich auch die Flugabwehr vom Boden aus. Die Entwicklung begann mit angepassten Kanonen und führte zur modernen Raketentechnik. Die Flugabwehrsysteme wurden zunächst mit akustischen und optischen Messgeräten, Scheinwerfern sowie Funkpeilern kombiniert. Bald kamen Radargeräte hinzu. Raketensysteme wurden als stationäre Systeme zum Schutz des Staatsgebietes oder mobil zum Schutz von Truppen, Anlagen und Einrichtungen entwickelt.

Radar und Funkmessgeräte: Orten, verfolgen, identifizieren

Die menschlichen Sinne sind die eines Fußgängers. Wir nehmen unser Umfeld so wahr, dass wir uns mit bis zu 15 km/h sicher bewegen, Gefahren erkennen und Hindernissen ausweichen können. Wenn wir ein Flugzeug steuern oder beobachten wollen, brauchen wir Hilfsmittel, die unsere Sinne erweitern.

Das deutsche Militär nutzte bereits seit den 1930er Jahren Radargeräte. So wurde im Kieler Hafen ab 1934 ein Schiffserkennungsradar getestet. Die Luftwaffe führte 1939 erstmalig einen radargeleiteten Fangeinsatz durch. Während es anfangs nur ortsfeste Radargeräte am Boden gab und die Informationen den Piloten über Funk mitgeteilt wurden, gab es bald auch die ersten Bordradargeräte, die in Flugzeugen verbaut wurden.

Inzwischen wird Radartechnik auf sehr unterschiedliche Weise genutzt. Radargeräte werden zur Wetterbeobachtung ebenso wie zur Luftraumüberwachung eingesetzt. Sie können Signale zur Freund-/Feinderkennung verschicken und empfangen, sie leiten Raketen in ihre Ziele oder dienen als Störsender, indem sie mit irreführenden Signalen fremde Radarsysteme täuschen.

Im Außenbereich des Luftwaffenmuseum sind Beispiele für die Nutzung von Radartechnik vom Zweiten Weltkrieg bis ins 21. Jahrhundert ausgestellt. Weitere Radargeräte finden Sie an fast jedem modernen Flugzeug, besonders deutlich im Bereich der Flugabwehrwaffen, bei den Aufklärungsflugzeugen und bei den U-Boot-Jägern.

Atomwaffenträger: Abschreckung oder totale Vernichtung ?

Die Logik „Wer als erster schießt, stirbt als Zweiter“ hatte im Kalten Krieg unter den Nuklearmächten zu einem Gleichgewicht der gegenseitigen Bedrohung geführt. Krisen wie um Berlin 1961 und in Kuba 1962 führten die Welt an den nuklearen Abgrund. Dass es hierbei nicht zu neuen Kriegen kam sahen viele als eine Bestätigung der nuklearen Abschreckung.

Andererseits wurde bereits in den 1950er Jahren deutlich, dass die Strategie der globalen Abschreckung nicht in jedem Konflikt wirkt. Dies galt insbesondere in begrenzten militärischen Konfrontationen, die sich auch ohne den Einsatz von Interkontinentalraketen zu einem Weltkrieg entwickeln könnten. Deshalb verfügten beide Seiten neben den strategischen auch über taktische Nuklearwaffen.

Die Sowjetunion wollte sicherstellen, dass ein Krieg nicht noch einmal auf dem eigenen Staatsgebiet stattfinden würde und plante den Einsatz von taktischen Nuklearwaffen gegen Nachschubwege der NATO sowie zur Absicherung eines eigenen Vorstoßes nach Westen. Die NATO wollte in der Lage sein, der konventionellen Übermacht des Warschauer Paktes mit begrenzten nuklearen Schlägen zu begegnen. Ein Angriff sollte sich für den Gegner nicht lohnen.

Da Deutschland das zentrale Schlachtfeld eines neuen Weltkrieges zu werden drohte, forderten vor allem Politiker der CDU/CSU, dass Deutschland über den Einsatz von Atomwaffen der NATO mitentscheiden können sollte. Die ersten Atomwaffenträger der Bundeswehr wurden infolge der Bundestagsdebatten vom März 1958 beschafft. Sie sollten die nuklearen Sprengköpfe der Alliierten in gemeinsam festgelegte Ziele bringen können.

Pershing 1A (Atomwaffe)
HAWK - (FlaRak-System)
S-125 Newa
S-200 WEGA
Nike Hercules
FlaRak Rad Roland
S-75 DWINA
Nike Ajax MIM-3
8,8 cm Flak 36/37
FuMG 65 - Funkmeßgerät
KRTP-81 RAMONA
Martin TM-61 Matador
Parol 1 L 22 - Radarsystem
AN/MPQ-50 (PAR)
KRTP-86 TAMARA
FSA 90 - mobiler Tower
FS - mobile Flugsicherung
Patriot PAC-2
PAR-C - Landegleitwinkel
FPN-36 - Landegleitwinkel
LOPAR - Radar
Tieffliegermeldestelle
RSB B1 - Radar
AN/TPS-43 Westinghouse
Radar des Hawk-Systems
Beleuchtungsradar
HPIR AN/MPQ-57
Feuerleitstand der HAWK
NP 500 - Flugsicherung
MBVR 120 Höhenwindradar
Leit- und Steuerzentrum
Radar der Nike Hercules
Flugkontrollstand
ASR-910 - Anflugkontrolle
Sichtgerät MTS 1/16
TACAN AN-TRN-26
Einmann-Betonbunker
Caboos-Cars Begleitzüge
ROBOTRON MIDA 32M
CT 30 Clarktor
Hubwagen für Flugzeuge
Hubwagen für Flugzeuge
Kettenkraftrad NSU 101
Fieseler Fi 103 - V1-Rakete
Fritz X - Fallbombe
Henschel Hs 293
RSA-160 - Lenkflugkörper
Canadair CL-289 (EADS)
Dornier DO-DT25 R
Pershing 1A (Atomwaffe)
HAWK - (FlaRak-System)
S-125 Newa
S-200 WEGA
S-200 WEGA
FlaRak Rad Roland
S-75 DWINA
Nike Ajax MIM-3
8,8 cm Flak 36/37
FuMG 65 - Funkmeßgerät
KRTP-81 RAMONA
Martin TM-61 Matador
Parol 1 L 22 - Radarsystem
AN/MPQ-50 (PAR)
KRTP-86 TAMARA
FSA 90 - mobiler Tower
FS - mobile Flugsicherung
Patriot PAC-2
PAR-C - Landegleitwinkel
FPN-36 - Landegleitwinkel
LOPAR - Radar
Tieffliegermeldestelle
RSB B1 - Radar
AN/TPS-43 Westinghouse
Radar des Hawk-Systems
Beleuchtungsradar
HPIR AN/MPQ-57
Feuerleitstand der HAWK
NP 500 - Flugsicherung
MBVR 120 Höhenwindradar
Leit- und Steuerzentrum
Radar der Nike Hercules
Flugkontrollstand
ASR-910 - Anflugkontrolle
Sichtgerät MTS 1/16
TACAN AN-TRN-26
TACAN AN-TRN-26
Caboos-Cars Begleitzüge
ROBOTRON MIDA 32M
CT 30 Clarktor
Hubwagen für Flugzeuge
Kettenkraftrad NSU 101
Fieseler Fi 103 - V1-Rakete
Fritz X - Fallbombe
RSA-160 - Lenkflugkörper
RSA-160 - Lenkflugkörper
Canadair CL-289 (EADS)
Dornier DO-DT25 R

Definition und Aufgabenbeschreibung der unterschiedlichen Flugzeugtypen:

Jagdflugzeuge:
Jagdflugzeuge dienen in erster Linie der Bekämpfung gegnerischer Luftfahrzeuge. Ihre Entwicklung setzte zu Beginn des Ersten Weltkrieges ein, als man die Notwendigkeit erkannte, feindliche Beobachtungsflugzeuge zu bekämpfen und gleichzeitig die eigenen Aufklärer zu schützen.

Zunächst wurde improvisiert, indem man Aufklärungsflugzeuge mit Maschinengewehre ausstattete. Doch schon bald setzte eine Entwicklung hin zu einer immer stärkeren Spezialisierung ein. Beispiele dafür sind der Eindecker Fokker E.III sowie der Dreidecker Fokker Dr.1.

Noch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges spielte sich die Jagdfliegerei vorwiegend am Tage ab. Einer der bekanntesten Tag Jäger ist die Messerschmidt Bf 109.

Als sich der Bombenkrieg in die Nacht verlagerte, wurden mit Radargeräten ausgerüstete Nachtjagdflugzeuge entwickelt. Mit der Einführung der Strahltriebwerke erreichten Jagdflugzeuge im Kalten Krieg Geschwindigkeiten weit über der Schallgrenze. Die Raketenbewaffnung der Jäger ermöglichte bald auch die Bekämpfung gegnerischer Flugzeuge außerhalb des Sichtkreises. Bekannte Jagdflugzeuge aus der Zeit des Kalten Krieges sind der Lockheed F-104G Starfighter, die English Elektric (BAC) „Lightning“ oder die MiG-21 von Mikojan Gurewitsch.

Jagdbomber und Erdkampfflugzeuge:
Jagdbomber sind Kampfflugzeuge, die Boden-, See-, und Luftziele bekämpfen können. Erdkampfflugzeuge greifen in enger Koordination mit den eigenen Truppen die gegnerischen Bodentruppen aus geringer Höhe an.

Der Kalte Krieg bestimmte maßgeblich das Aufgabenspektrum der 1956 neu aufgestellten Luftwaffe innerhalb der NATO. Jagdbomber konnten im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO auch mit Atomwaffen bestückt werden. Moderne Kampfhubschrauber nahmen ebenfalls Aufgaben der Luftnahunterstützung wahr. Mit der Reduzierung der Luftstreitkräfte am Ende des Kalten Krieges wurde es unwirtschaftlich, Flugzeugmuster mit einem nur auf die Jagdbomberrolle beschränkten Einsatzspektrum zu betreiben. Der Tornado wie auch der Eurofighter sind bereits als Mehrzweckkampfflugzeuge konzipiert.

Elektronischer Kampf und Aufklärer:
Die Geschichte der militärischen Luftfahrt begann mit der optischen Aufklärung durch das menschliche Auge. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war die Erkundung des Gefechtsfeldes und des gegnerischen Hinterlandes die Aufgabe der Luftschiffer- und der Fliegertruppe.

Mit der Einführung der fotografischen Luftbildaufklärung standen der militärischen Führung weit genauere Informationen zur Verfügung. Die abbildende Luftaufklärung mittels Fotos ist bis heute unverzichtbar. Mittlerweile hat sich auf diesem Gebiet ein Wandel von der analogen zur digitalen Technik vollzogen. Fotos müssen nicht mehr nach der Landung entwickelt werden, sondern moderne Digitalkameras senden Sie bereits im Flug zu Auswertungsstelle, wo sie ohne Zeitverlust interpretiert werden. Solche Verbindungen nennt man „Direct Data Link“ (= direkte Datenverbindung). Sie werden von Flugzeugen oder Aufklärungsdrohnen hergestellt.

Elektronische Kampfführung (= EloKa) bezeichnet die Anwendung elektromagnetischer Strahlung für militärische Zwecke. Das betrifft etwa die Entdeckung und Identifizierung elektromagnetischer Impulse eines Gegners. Umgekehrt bedeutet EloKa auch die aktive Störung oder Täuschung eines Gegners.

Lufttransport:
Mit der Zunahme von Größe, Reichweite und Triebwerksleistung wurden Flugzeuge immer wichtigere Transportmittel. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs konnten lediglich Post oder einzelner Bomben zugeschlagen werden bei Kriegsende gab es bereits Luftfahrzeuge, die aufgrund ihrer großen Reichweite und Transportleistung als „strategisch“ bezeichnet wurden. Sie konnten Kräfteverhältnisse auf einen Schlag so sehr verändern, dass es die gesamte militärische Operation beeinflusste.

Je nach Zweck wurden Flugzeuge anders gebaut. Bei den großen Maschinen unterschied man bald zwischen Passagier-, Transport- oder Bombenflugzeugen. Viele Flugzeuge wurden auch in mehreren Rollen genutzt. Besonders die Transporter der Zwischenkriegszeit, wie etwa die Junkers JU-52/3 oder die Heinkel He 111, wurden zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zu „Behelfsbombern umfunktioniert“. Mit den Zweiten Weltkrieg ging die Entwicklung der Transport- und Bombenflugzeuge weiter auseinander. Heute erfüllen militärische Transportmittel, zu denen auch Helikopter gehören, viele Aufgaben:

Mit Selbstschutzanlagen ausgestattet bringen sie Soldaten oder Material in gefährliche Einsatzgebiete, setzen Fallschirmjäger oder Hilfsgüter ab, transportieren Verwundete und können auch jenseits von festen Flugplätzen starten und landen.

Zielschlepper:
Flugzeuge bewegen sich über große Distanzen mit hoher Geschwindigkeit. Um sie abzuschließen brauchen Menschen zahlreiche Hilfsmittel, deren Einsatz geübt werden muss.

Bereits im Ersten Weltkrieg wurden Marineflieger eingesetzt, um Luftsäcke als Ziele für die Flugabwehr und für die Jagdflugzeuge an langen Leinen hinter sich herzuziehen.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde diese Technik immer weiter optimiert. Transport- und Kampfflugzeuge wurden umgebaut, um mit immer längeren Leinen technisch ausgereifte Schleppziele zu ziehen. Diese Ziele waren mit Mikrofonen ausgerüstet oder maßen mit einem Magnetfeld, wie exakt geschossen wurde.

In den letzten Jahrzehnten wurden Zielschlepper und Schleppziele zunehmend durch unbemannte Zieldarstellungsdrohnen ersetzt.

Schulflugzeuge:
Diese Flugzeuge erinnern an Fahrschulautos. Zusätzlich zum Pilotensitz gibt es stets noch einen zweiten Sitz für den Fluglehrer. Er kann eingreifen oder sogar das Flugzeug übernehmen, wenn der Flugschüler Fehler macht.

Neben reinen Schulflugzeugen wie der Lockheed T-33A “T-Bird“ oder der Aero L-29 Delfín, in denen Piloten das Fliegen grundsätzlich lernen, gibt es auch Schulversionen von Kampfflugzeugen, in denen Piloten für den Umgang mit ihren Waffensystemen ausgebildet werden.

Grundsätzlich wird die Ausbildung vom Einfachen zum Schwierigen aufgebaut: Man beginnt mit einer Theorieausbildung, Segelflug und ersten Mutterflügen auf kleinen Sportmaschinen mit Propellern. Dann werden Schulflugzeuge mit Düsentriebwerken genutzt, schließlich lernen die Piloten, komplizierte Kampfflugzeuge zu fliegen.

Luftfahrzeuge der Bundeswehr:

Strahlgetriebene Kampfflugzeuge:Eurofighter Typhoon – MiG-29 – Tornado Panavia – Alpha Jet – F-4F Phantom II – F-104G Starfighter – Fiat G.91 Gina – Republic F-84 F Thunderstreak – Lockheed T-33A “T-Bird” – CANADAIR CL-13B “SABRE” MK.5 – Fouga Magister C.M 170 R –
Schulflugzeuge:Piper L-18 C Super Cup – Northrop T-38 Talon – Cessna T-37 Tweet – Grob G 120A  – Beechcraft T-6 Texan II –
Verbindungsflugzeuge:Dornier Do 27 – Dornier Do 28 – Piaggio P.149 –
Hubschrauber:Eurocopter UHT Tiger – Eurocopter EC 135 – Sikorsky CH-53 G/GS – NH-Industries NH 90 – NH90 NFH Sea Lion – MBB BO 105 VBH – MBB BO 105 PAH – Westland Mk.88 Sea Lynx – Westland Sea King Mk.41 – Bell UH-1D HUEY – Eurocopter AS 532 U2 Cougar – Bristol 171 Sycamore HR.52 –
Transportflugzeuge und Technologieträger:Airbus A400 M – Transall C-160 – Dornier Do 228 – Airbus A310 – Airbus A350-900 – Airbus A321-200 – Airbus A310-304 VIP – Airbus A340-300 – Airbus A319CJ – Canadair Challenger CL 601 – Bombardier Global 5000 – Nord Aviation N 2501D Noratlas –
Marineflugzeuge:Breguet 1150 Atlantic – Lockheed P-3 Orion – Dornier Do 28 Skyservant – Hawker Sea Hawk Mk.4 –
Unbemannte Flugzeuge (Drohnen):RQ-4A EUROHAWK Northrop Grumman – EADS Barracuda – KZO – Rheinmetall Defence – EMT Luna – EADS CL 289 – Heron 1 – Heron TP – ALADIN – MIKADO –

Die Rundsuchradargeräte ASR-B und das weiterentwickelte ASR-910 (Aerodrome Surveillance Radar) überwachten den Luftraum und die Flugbewegungen im Umfeld von Flugplätzen der Bundeswehr. Das Präzisionsanflugradar PAR-C (Precision Approach Radar) ist ein Endanflugradar mit zwei Antennen. Es diente der Landekontrolle auf Flugplätzen. Die stationäre NDB-Antenne (Non Directional Beacon) strahlte in alle Richtungen Funkwellen aus, die Luftfahrzeugen als Navigationshilfe zur Positionsbestimmung dienten. Der UHF-Peiler NP 510 (Ultra-High-Frequency) war Teil eines flächendeckenden Peilsystems zur Ortsbestimmung und Navigation von Militärluftfahrzeugen.

Wie Ihnen eventuell bekannt ist befindet sich das Luftwaffenmuseum in einer größeren Umbauphase. Bereits seit November 2017 wurde der Ausstellungshangar 3 komplett renoviert und gleichzeitig (ausschließlich) mit Original-Exponaten zur Ausstellung bestückt.

In weiteren Phasen wird dann das gesamte Luftwaffenmuseum der Bundeswehr neu gestaltet, in Form von Restaurationen die dem Denkmalschutz geschuldet sind, sowie einer Renovierung der gesamten Infrastruktur. Das betrifft auch die Restaurierung und Überarbeitung der Außenexponate, welche in diesen Prozeß sukzessive mit einbezogen werden.

Geplant ist auch der Wiederaufbau vom Hangar 2, der nach dem Zweiten Krieg von den Engländern abgerissen wurde, wobei der Fertigstellungstermin derzeit ungewiss ist. Damit wäre das ursprüngliche, unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble wieder komplett. Die Kosten belaufen sich nach Angaben des Museums auf 100 Mill. Euro. Die Sanierungsdauer wird auf 10 Jahre geschätzt.

Postanschrift:

Luftwaffenmuseum der Bundeswehr
General-Steinhoff-Kaserne
Kladower Damm 182
14089 Berlin

Tel.: 030 / 36 87 – 26 00 / 2601
Fax: 030 / 36 87 – 26 10
Email: info@mhm-gatow.de
Internet: www.mhm-gatow.de
Museumsleiter: Oberstleutnant Leonhardt
Leiter des Fördervereins: Herr Bonstedt
Internet Förderverein: www.luftwaffenmuseum.org

Eingang: Ritterfelddamm / Am Flugplatz Gatow

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. (Letzter Einlass um 17:00 Uhr). Montags geschlossen.

Rollrampen und Behindertentoiletten, sowie kostenlose Parkplätze sind vorhanden. Das Radfahren und Scaten auf dem Freigelände ist gestattet. Hunde sind auf dem Freigelände ebenfalls gestattet (Leinenzwang). Der Eintritt ist frei.

neu gestalteter Hangar 3 als “Zwischenlandung” bis zur weiteren geplanten Sanierung des Museums

Hangar 7 im Luftwaffenmuseum in 2015: ist derzeit nicht öffentlich

Hangar 3 im LwM vor der Sanierung:  (Stand: 2015)

Bilder vom Flugplatzfest der letzten Jahre:

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