Luftfahrtlexikon.com

Hawker Siddeley Hunter F6A

englisches Jagd- und Jagdbombenflugzeug

Der Hunter wird von seinen Piloten als ein wahres Flugvergnügen in Erinnerung behalten und war in 22 Luftwaffen weltweit im Einsatz. Als einsitziger Jäger wurden 415 Hunter F Mk 6 hergestellt, etwa 380 davon für die RAF (die größte Anzahl aller Hunter-Varianten). Diese Variante führte zu verbesserten Flugsteuerungen, was sie zu einem idealen Kunstflugflugzeug machte, das bei den Black Arrows der RAF eingesetzt wurde und den Kunstflugteams Blue Diamonds. Ausgestattet mit einem schweren Rolls-Royce Avon 203/207-Motor und Vorderkante eines Dogtooth-Flügels. Es war mit vier 30-mm-Aden-Kanonen und Bomben oder Raketen auf Pylonen unter den Flügeln bewaffnet. RAF Hunter F Mk 6 wurden im Oktober 1956 in Dienst gestellt, mit Auslieferungen bis Oktober 1957 und im Einsatz in Großbritannien, Deutschland und im Nahen Osten. Viele wurden später auf den F.6A-Standard mit verstärkten Flügeln umgebaut, um den Transport größerer Lasten zu ermöglichen, und dienten bis 1963 in der Frontlinie der RAF und bis in die 1980er Jahre als Ausbildungsflugzeug.

 

Die Hawker Hunter war das erste schallnah fliegende britische Jagdflugzeug. Sie flog in einigen Luftstreitkräften bis in die 1980er Jahre. Der Entwurf zu diesem Jäger geht auf die RAF Forderung F.3/48 zurück. Der Koreakrieg beschleunigte die Entwicklung und das Werk erhielt bereits vor dem Erstflug einen Serienauftrag über 113 Maschinen. Dennoch verzögerten zahlreiche technische Probleme die volle lndienststellung bis 1954. Danach setzte sich die Hunter als ein robustes und vielseitig einsetzbares Flugzeug immer mehr gegen andere Typen durch.

 

In großen Stückzahlen hergestellt, flog die Hunter in fast 20 Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Amerikas. In den lokalen Kriegen im Nahen Osten und auf dem indischen Subkontinent wurde sie in der Jagdbomberrolle eingesetzt. Die ersten Serienmuster wurden nach kurzer Zeit durch die F.4 ersetzt, die mit Luft-Boden-Raketen ausgerüstet werden konnte. Diesen Typ bauten Belgien und die Niederlande in Lizenz. Ab 1956 kam die verbesserte Version F.6 bei nicht weniger als 19 RAF-Squadrons zum Einsatz. Aus der Jägerrolle verdrängt entstand später aus der F.6 die Jagdbombervariante FGA.9, die durch große Zusatztanks einen größeren Aktionsradius hatte. Für die Hunter wurden auch mehrere 2-sitzige Schul- und Trainingsvarianten entwickelt.

Länge13,98 m
Spannweite10,26 m
Höhe4,01 m
Flügelfläche32,43 m²
Leermasse6.020 kg
Startmasse, normal8.340 kg
max. Startmasse10.885 kg
Höchstgeschwindigkeit in Seehöhe1144 km/h (Mach 0,94)
Höchstgeschwindigkeit in 11.000 m978 km/h
Marschgeschwindigkeit740 km/h
Dienstgipfelhöhe15.250 m
Aktionsradius350 – 570 km
Überführungsreichweite2.965 km
Steigegeschwindigkeit40,7 m/s
Steigzeit bis 14.000 m6:45 min
Triebwerk1 x Rolls-Royce Avon 207 mit 45,15 kN Schub

Impressum
Datenschutz
Copyright © Luftfahrtlexikon.com

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.

Datenschutzerklärung