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Extra 300 L

bei der doppelsiztzigen Kunstflugmaschine sitzen die Piloten in Tandemanordnung

Wer einmal eine „Extra“ bei einer Kunstflugvorführung gesehen hat wird beeindruckt sein, – denn Extraklasse ist, was diese Kunstflugmaschinen am Himmel vollbringen. Die Namensgebung geht eigentlich auf ihren Erfinder, Walter Extra, zurück. 1993 verließ die erste Propellermaschine das Werk seiner Firma „Extra Aircraft“ am Flugplatz Schwarze Heide bei Dinslaken. Die Flugeuge des mehrfachen deutschen Meisters im Motorkunstflug zeichnen sich durch ihre extreme Manövrierfähigkeit aus, was an ihrer starken Motorisierung, ihrem leichten Gewicht, der geringen Spannweite und an den großen Ruderflächen wie Ausschlägen liegt. Bei der Extra 300 L handelt es sich eine doppelsitzige Version der Extra 300 S.

Sitze2
MotorLycoming
.AEIO 540-L1B5
Zylinder6
ArtBoxermotor
Leistung300 HP
Propeller3-Blatt
Länge6,96 m
Höhe2,62 m
Höhenruderbreite3,20 m
Radstand1,80 m
Spannweite8,00 m
Tragflügelfläche10,7 m²
Flächenbelastung89.00 kg/m²

Kunstflugzeuge von Walter Extra – selbst mehrfacher Meister – prägen weltweit die internationale Wettkampfscene. Die Extra-Flugzeuge zeichnen sich durch außergewöhliche Festigkeit und Manövrierfähigkeit aus. Sie sind somit ideal für den Wettbewerbskunstflug geeignet. Die Querruder reichen fast über die gesamte Spannweite, um eine möglichst gute Steuerbarkeit um die Längstachse zu erzielen. Die Steuerung reagiert sofort und sehr direkt.

 

Die Extra 300 L ist der Extra 300 ähnlich, jedoch als Tiefdecker ausgeführt, – jedenfalls liegen die Tagflächen optisch tiefer. Sie hat ebenfalls 300 PS. “L” steht für “Langversion”, ist also ein 2-Sitzer. Die beiden Personen sitzen in Tandemanordnung hintereinander. Das vordere Cockpit ist nur minimal Instrumentiert. Sie kann mit +10 / -10 G belastete werden, bzw. mit +8 / -8 G bei zwei Personen (ist abhängig von der Zuladung).

 

Ein normaler Gradeausflug ist generell bei Kunstflugmaschinen recht schwierig, weil die Tragflächen nicht die sonst übliche Wölbunng an der Oberseite haben (wie auch beim Deltaflügler). Der normale Auftrieb entfällt hier folglich. Der Pilot muss ständig leichte Korrekturbewegungen am Steuerknüppel vornehmen. Dafür können diese Art von Flugzeugen auch im Rückenflug genau so gut fliegen, ohne die Richtung oder Höhe zu verändern.

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