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Clementine - Satellit

Raumsonde, die 1994 den Mond erkundete und dort Wassereis am Südpol fand

Clementine wurde vom Naval Research Laboratory in Washington, D.C. gebaut, um leichte Instrumente und Komponenten für die nächste Generation von Raumfahrzeugen zu testen. Zum Beispiel wollte man eine neue Generation von Kameras, Solarzellen und anderer Instrumente unter Weltraumbedingungen ausprobieren. Es wurde fener entwickelt, um eine zweimonatige Kartierungsmission im Orbit um den Mond durchzuführen und dann an einem Asteroiden vorbeizufliegen. Seine Instrumente würden dabei helfen, den Mineralgehalt dieser Objekte zu bestimmen und dann im Weltall verloren und für immer verschwunden zu sein. Bemerkenswert ist, dass Clementine in weniger als zwei Jahren mit Kosten von weniger als 100 Millionen Dollar vom Reißbrett ins All gelangte und damit die Ära der „schnelleren, besseren, billigeren“ Raumfahrzeuge einleitete.

 

Die Sonde Clementine wurde am 25. Januar 1994 mit einer Titan-Rakete gestartet und erreichte am 19. Februar eine polare Umlaufbahn um den Mond. Die Sonde kartierte die Mondoberfläche bis zum Mai und fertigte rund 1,6 Millionen Einzelbilder. Aufgrund einer Computerpanne kam es am 7. Mai unmittelbar vor dem Aufbruch zum Asteroiden zu einer fehlerhaften Triebwerkszündung, so dass das Projekt scheiterte. Obwohl der Versuch, einen vorbeifliegenden Asteroiden zu erforschen, fehlgeschlagen ist, gab “Clementine” Antworten auf viele Fragen über den Mond, zum Beispiel über Wassereis am Mondsüdpol.

 

Dieses technische Modell wurde 2002 vom Marineforschungslabor an das Museum übertragen.

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