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Boeing KC-97L Stratofreighter

Das Tankflugzeug mit Heckausleger hat 4 Sternmotore und zusätzlich 2 Strahltriebwerke

Die Boeing C-97 Stratofreighter, eine Frachtversion des Bombers Boeing B-29 Superfortress, flog erstmals im November 1944. Boeing führte 1950 die Tankerversion KC-97 mit dem „Flying Boom“-Betankungssystem ein, einem Tankausleger am Heck. Insgesamt bestellte die USAF 890 Flugzeuge: 74 C-97 und 816 KC-97. Angetrieben wurde es von 4 großen Sternmotoren mit Vierblattpropellern.

 

Die Boeing C-97 Stratofreighter war eine Weiterentwicklung des Boeing B-29-Bombers, jedoch mit größerem Querschnitt eines Doppeldeck-Rumpfes. Das obere Deck konnte große Mengen Fracht über eine Ladeluke in der linken Bordwand aufnehmen oder in den unteren Tanks wurde Flugbenzin mitführen. Beide Deckebenen waren klimatisiert. Die US Air Force begann mit dem Einsatz der KC-97 ab 1951. Im März 1951 wurde erstmals der Bomber Boeing B-47 Stratojet durch eine KC-97A betankt. Die relativ behäbigen Maschinen hatten jedoch Schwierigkeiten mit den zu betankenden strahlgetriebenen Kampfjets mitzuhalten. Während der KC-97 Stratofreighter mit Höchstgeschwindigkeit flog, mussten die Jets ihre Geschwindigkeit fast bis zum Strömungsabriss reduzieren.

 

Die aufgerüstete Boeing KC-97L Stratofreighter von 1964 erhielt daher zusätzlich 2 Strahltriebwerke vom Typ General Electric J47 unter den Flügeln, um die Geschwindigkeitsproblem zu beseitigen.

 

Um ihre Tanker mit ihren neueren Hochleistungs-Düsenflugzeugen kompatibel zu halten, ersetzte die USAF nach 1956 schrittweise die langsameren Boeing KC-97 durch Boeing KC-135-Düsentanker. Einige modifizierte KC-97 flogen jedoch weiterhin in anderen Rollen. 1964 erhielten einige von ihnen zwei Strahltriebwerke. Die erhöhte Geschwindigkeit dieser KC-97L-Flugzeuge machte sie kompatibler mit Hochleistungs-Düsenflugzeugen, und sie dienten hauptsächlich der Air National Guard. Die USAF hat ihre letzte C/KC-97 in 1973 ausgemustert, aber andere blieben bei der Air Force Reserve und der Air National Guard als Tanker oder Such- und Rettungsflugzeuge im Einsatz.

 

Während der Operation Creek Party, die 1967 begann und 10 Jahre dauerte, unterstützten Tanker der Air National Guard und der Air Force Reserve die USAF- und NATO-Einheiten im aktiven Dienst in Europa. Das ausgestellte Flugzeug, geflogen von der 160th Air Refueling Group der Ohio Air National Guard, nahm an dieser Operation teil und wurde am 7. Juni 1973 vom Bürgermeister von Zeppelinheim, einer Stadt in der Nähe der Rhein-Main Air Base in Westdeutschland, zu Ehren seiner Stadt getauft. Die „Zeppelinheim“ wurde im August 1976 zum Museum geflogen.

Besatzung:4 Mann
Länge:33,7 m
Flügelspannweite:43,1 m
Höhe:11,7 m
Antrieb Kolbenmotoren:4 x Pratt & Whitney R-4360
Art:Sternmotore
Leistung:je 3.500 PS (2.610 kW)
Antrieb Strahltriebwerke:2 x General Electric J47 Turbojets
Leistung:je 13.161,6 kg Schub
Höchstgeschwindigkeit:603 km/h
Reichweite:6.920 km
Dienstgipfelhöhe:10.670 m
Leergewicht:37.410 kg
Max. Fluggewicht:79.370 kg

Der Operator des Tankvorgangs liegt flach auf dem Boden über einer Glasscheibe,
wo er nach unten auf das zu betankende Flugzeug blickt und den Tankausleger mit seinen kleinen Flügeln zur Position steuert.

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