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Avro Anson T.21

Nachkriegstrainerversionen für Navigations-, Funk- und Kommunikationsschulung

Die Avro 652 Anson war ein zweimotoriger Tiefdecker des britischen Flugzeugherstellers Avro, das als leichtes Passagier- und Postflugzeug entworfen wurde, deren Erstflug für die zivile Version 1934 war und für die nachträglich geforderte militärische Version 1935. Das nach Admiral George Anson benannte Flugzeugmuster kam im Zweiten Weltkrieg bis 1942 als Aufklärer und Schulflugzeug zum Einsatz sowie Jahre später hauptsächlich als Verbindungsflugzeug.

 

Das Flugzeug war ein ganz aus Metall hergestellter Tiefdecker, der jedoch weitgehend mit Stoff bespannt war. Später gab es auch Varianten mit einem hölzernen Rumpf. Das Fahrwerk war – erstmals in England – teilweise in die Motorgondeln einziehbar und hatte ein festes Spornrad.

Die Versionen Mk. X, Mk. XI und Mk. XII waren teilweise aus Mk. I umgebaute Sanitäts- und Transportflugzeuge ohne den militäärische MG-Drehturm. Die hier abgebildete Avro Anson Mk. T.21 ist eine Nachkriegstrainerversionen für Navigations- Funk- und Kommunikationsschulung, von der viele mit Metallflügel und Metall-Leitwerke ausgerüstet wurden.

Besatzung2-6
Spannweite17,27 m
Länge12,88 m
Flügelfläche43,1 m²
Leergewicht2.440 kg
Startgewicht3.640 kg
Antrieb2 x Armstrong Siddeley Cheetah IX
ArtSternmotor
Zylinder7, luftgekühlt
Leistung2 x 305 PS
Höchstgeschwindigkeit300 km/h in 2.150 m
Dienstgipfelhöhe5.800 m
Reichweiteca. 1.260 km
Bewaffnung2 x 7,62 mm-MG
.Abwurfbewaffnung bis zu 170 kg
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Es wurden verschiedene Ausführungen des Flugzeugs hergestellt, die sich zum Teil stark voneinander unterschneiden.

 

  • Anson Mk.I: Basisbaureihe, knapp 7000 Exemplare gebaut, ein Teil davon als Trainer. Letztere besaßen eine modifizierte Windschutzscheibe und Landeklappen.

 

  • Anson Mk.II: Die Anson II war eine kanadische Lizenzfertigung mit zwei 330 PS Jacobs L-6BM-Motoren und hydraulischem Einziehfahrwerk; 1401 gebaut.

 

  • Anson Mk.III: Die Mk. III besaß ein leicht modifizierten Motor gegenüber der Mk.II; 432 umgebaute Exemplare.

 

  • Anson MK.IV: Das einzige gebaute Exemplar besaß Wright R-975-E3-Motoren.

 

  • Anson MK.V: Die Mk. V Navigationstrainer – ebenfalls in Kanada gefertigt – erhielten wegen der angespannten Rohstofflage einen Rumpf aus Holz und Pratt & Whitney R-985-AN14B-Motoren; 1069 gebaut

 

  • Anson MK.VI: Die Mk. VI – ebenfalls in Kanada gefertigt – besaß ebenfalls einen Pratt & Whitney R-985-AN14B-Motor; das einzige Exemplar diente zur Schieß- und Bombenausbildung.

 

  • Anson Mk.XXI und XII: Die Versionen Mk. X, Mk. XI und Mk. XII waren teilweise aus Mk. I umgebaute Sanitäts- und Transportflugzeuge ohne den Drehturm; 104, 90 bzw. 20 umgebaute Mk.I plus 221 neugebaute MK.XII.

 

  • Anson Mk.C19: Nachkriegstransportversion für Verbindungsaufgaben, von denen viele Metallflügel und -leitwerke erhielten; 296 gebaut

 

  • Anson Mk.T20T.21 und T.22: Nachkriegstrainerversionen für Navigations-, Funk- und Kommunikationsschulung, von denen ebenfalls viele mit Metallflügel und -leitwerke ausgerüstet wurden; 60, 252 bzw. 33 gebaut

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