Luftfahrtlexikon.com

Aero Ae-145

Reiseflugzeug des tschechoslowakischen Flugzeugherstellers

Die Aero Ae 145 war ein 2-motoriges Reiseflugzeug des tschechoslowakischen Herstellers Aero, das zunächst Aero 45 hieß. Das Unternehmen Aero wurde unter dem Namen Aero, tovarna letadel Dr. Kabes im Januar 1919 in Prag-Holesovice (Tschechoslowakei) gegründet. Die Produktion in der neugebauten Fabrik in Prag-Vysoccany begann 1923. Hergestellt wurden Flugzeuge und ab 1929 auch Automobile.

 

Kurz nach der Befreiung der Tschechoslowakei begannen die Konstrukteure Baitler, Bonzek, Nämec und Vik im damaligen Flugzeugwerk Aero in Prag Vysoccany mit der Entwicklung eines 4-sitzigen Reiseflugzeugs, das sich auch als Zubringerverkehrsflugzeug und als Lufttaxi eignete, ferner als Sanitäts-, Schul- und Übungsflugzeug sowie für Luftbildaufnahmen, zur geologischen Erkundung und zur Hochwasseraufklärung verwendbar war.

 

Das erste Serienmuster war die Aero 45 (militärisch: K-75), die ihren Erstflug im Juli 1947 hatte und bis 1951 in 200 Exemplaren gebaut wurde. Die Maschine wurde vor allem exportiert und erster Kunde war Ungarn. Die Sowjetunion kaufte ebenfalls viele Flugzeuge dieses Typs.

 

Eine verbesserte 5-sitzige Version war ab 1954 die Aero 45 S „Super“. Davon wurden in 12 Serien etwa 230 Maschinen gebaut. Etliche Flugzeuge wurden nach Afrika und Asien exportiert. In China wurde sie in Lizenz unter der Bezeichnung „Suingari-1″ gebaut.

 

Die Aero Ae 145 erschien 1959. Sie hatte stärkere Triebwerke (M 332) mit Lader und direkter Kraftstoffeinspritzung sowie serienmäßig eine Funkanlage. Die Produktion endete 1961.

 

Die Interflug sowie die Luftstreitkräfte der NVA hatten ebenfalls einige Exemplare dieses Typs in ihrem Bestand. Zwischen 1956 und 1962 war dieser Typ bei der Deutschen Lufthansa (Ost) im Einsatz. Die Deutsche Lufthansa GmbH war die erste Fluggesellschaft in der DDR und bestand unter diesem Namen von 1955 bis 1963. Sie stand aber in keiner Beziehung zur Deutschen Lufthansa AG der BRD. Aus der Lufthansa Ost ging später die Interflug hervor, weil die Namensrechte einschließlich des Kranich-Logos bei der Lufthansa West lagen.

KonstrukteureJiri Bouzek, Ondrej Nemec und Frantisek Vlk
HerstellerAero, Let
Baujahr1959
Länge7,54 m
Spannweite12,25 m
Höhe2,35 m
Flügelfläche17,09 m²
V-Stellung6 Grad
Rumpfbreite1,20 m
Kabinenlänge1,88 m
Kabinenbreite1,12 m
Kabinenhöhe1,18 m
Kabinenvolumen2,48 m³
Frachtraumvolumen0,39 m³
AntriebLOM M 332 (Aero 45 = Walter Minor 4/11)
ArtReihenmotore
Typ2 x luftgekühlte 4-Zylinder
Leistungje 140 PS
Höchstgeschwindigkeit280 km/h
Reisegeschwindigkeitmaximal 265 km/h, wirtschaftlich 240 km/h
Steiggeschwindigkeit5,0 m/s
Dienstgipfelhöhe5.900 m
Reichweite1.700 km
Leermasse1.000 kg
Zuladung600 kg
Startmasse1.600 kg
Besatzung1
Passagiere3

Impressum
Datenschutz
Copyright © Luftfahrtlexikon.com

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.

Datenschutzerklärung